Deutsche Bank: Leistung, die Leiden schafft

Eigentlich heißt das Kredo der Deutschen Bank ja “Leistung aus Leidenschaft”.  Aber wie es nunmal mit Mogel-Verpackungen ist. Es ist nicht immer das darin enthalten, was außen drauf steht. Nach meinen Erfahrungen der letzten Monate sollte deutschlands gößtes Geldinstitut den Slogan wahrheitsgemäß auf “Leistung, die Leiden schafft” anpassen.

Es ist für die Deutsche Bank nicht möglich, innerhalb eines halben Jahres zwei Firmenkreditkarten so zu besorgen, dass sie 1. Überhaupt mal kommen und 2. die Kreditkartenabrechnungen entweder an meine private Adresse oder die Firmenanschrift zu senden. Damit aber nicht genug. Selbst wenn man mittlerweile mit mehr als 5 Sachbearbeitern, der Hotline und den Filialleitern geredet hat. Keiner weiß wo die Kreditkarten sind, wann sie kommen und ob dann die Abrechnung auch funktioniert.

Letzte Meldung dazu: Die Anträge sind verschwunden. Ja nee, ist klar, sind ja auch nur persönlich abgegeben worden, zusammen mit weiteren Unterlagen, die komischerweise alle bei der Bank vorhanden sind.

Seit Wochen laufen wir nun dem persönlichen Betreuer hinterher, der uns vor einem halben Jahr versprach, dass die desolaten Zustände bei der Deutschen Bank jetzt endlich aufhören würden. “Leere Versprechungen” sollte man noch in den Slogan mit aufnehmen. Denn dem Betreuer scheinen wir genau so egal zu sein, wie der Deutschen Bank allgemein. Gestern versprach er mir (wie so oft), dass ich heute eine definitive Rückmeldung bekomme. Nun ist der Tag vorbei und wer hat sich nicht gemeldet? Richtig…

Aber wenn es darum geht mir einen Kredit aufzuschwatzen, Versicherungen zu verkaufen oder einen Bausparvertrag als lebensnotwendig für eine eventuelle Bauplanung einzurichten, dann springen plötzlich mindestens drei Personen der Deutschen Bank aus den Büschen und belagern einen.

Einfach nur ein funktionierendes Konto, mit Kreditkarten, bei denen auch die Abrechnungen bei mir ankommen. Einen Ansprechpartner, der sich um meine Probleme (zeitnah) kümmert, das scheint bei der Deutschen Bank nicht möglich zu sein.

Gefühlt, würde ich sagen, bin ich als Kunde, mit ein bisschen mehr Geld auf dem Konto, wohl ein schlechter Kunde der Deutschen Bank. Das passt ja so gar nicht zur Firmenpolitik. Erst wenn ich mit meinem Geld eigentlich der Bank gehöre, Kredite abbezahle, die ich nicht brauche, Ausgabeaufschläge, Bearbeitungsgebühren und sinnslose Zinsen in den Rachen des blauen Monsters werfe, dann darf ich mich wohl erst als “Kunde” fühlen und Ansprüche stellen. 

Nun gut, es gibt da ja auch noch die Hamburger Volksbank, die innerhalb weniger Tage zwei neue Konten, zwei EC Karten und vier Kreditkarten eingerichtet hat und - ohne uns irgendwas verkaufenzu wollen – erst einmal für ein funktionierendes Bank-Kunde Verhältnis gesorgt hat, bevor man mich nach möglichen Krediten oder Versicherungen gefragt hat.

Deutschen Bank: Leistung, die Leiden schafftAber das ist ja nun nicht mehr wichtig…

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