Der Interessenskonflikt – Wenn ein Netzwerk Agentur spielt und Affiliates dabei die Zeche zahlen

Schon einmal, als es um das Sterben des Quelle Partnerprogramms ging, habe ich befürchtet was nun eingetroffen ist und ich muss sagen, ich bin not amused. Damals habe ich mir über das Prioritätsprinzip bei der Auszahlung von Provisionen Gedanken gemacht, wenn das Netzwerk nicht nur als Netzwerk, sondern auch als Agentur beteiligt ist. Das wird nämlich spätestens dann zu einem Interessenskonflikt wenn es um Auszahlungen an Affiliates geht und gleichzeitig Rechnungen für Agenturleistungen beim Netzwerk offen sind.

Das Problem: Provision bestätigt, Auszahlung erfolgt nicht

Aktuell geht es um etwa 4.000 Euro, die vom Programmbetreiber schon lange freigegeben wurden, aber vom Netzwerk nicht bestätigt und damit ausgezahlt werden. Das Programm pausiert nicht. Da ich noch eine Aussage des Netzwerkes im Hinterkopf habe, dass die Sales nicht bestätigt werden, wenn der Programbetreiber kein Geld auf dem Programmkonto hat,  habe ich natürlich nachgefragt was da los ist. Bei dem Programm (Ein großer DSL Anbieter, der garantiert keine Liquiditätsprobleme hat) wäre das nämlich merkwürdig. Nur vorsorglich schlug ich vor das Programm in so einem Fall pausieren zu lassen. Denn es kann ja nicht sein, dass die Affiliates, ohne Wissen über die Problematik, einfach weiter Umsatz beim Programmbetreiber generieren und dann nichts bekommen.

Natürlich gibt es wieder unterschiedliche Antworten

Die Antwort vom Netzwerk lautete sinngemäß: “Es sind noch Rechnungen offen und die Sales werden bestätigt und Ausgezahlt, wenn der Programmbetreiber die Rechnungen beglichen hat. Man habe den Unmut einiger Affiliates bereits an den Programmbetreiber weitergeleitet. Das Pausieren eines so großen Programms wäre nicht so einfach, weil sich dann die Affiliates beschweren würden..”

Man soll ja immer beide Seiten einer Geschichte hören, bevor man sich ein Urteil bildet. Also fragte ich beim Programmbetreiber ebenfalls nach. Selbstredend hörte ich eine etwas andere Version, die sinngemaß lautete: “Die Affiliates haben mit eventuellen Unstimmigkeiten mit der Agentur (in diesem Fall wohl das Netzwerk) nichts zu tun und bestätigte Provisionen können durchaus ausgezahlt werden.”  

Willkommen Bauchgefühl – Erfahrung macht tatsächlich schlauer

Tja, wem glaubt man da nun? Dem Netzwerk, welches sich in letzter Zeit – in der Funktion als Agentur – wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat und mir in der Vergangenheit eher mit arrogantem  abgehobenem Verhalten in Erinnerung ist oder dem Programmbetreiber, der zwar auch nicht immer alles richtig macht, aber eine, meinem Eindruck nach, ehrliche Kommunikation betreibt und sich bei Problemen nicht ständig rausredet und dem Anderen die Schuld zu schiebt? 

Bezeichnender Weise läuft das Programm noch in einem weiteren Netzwerk und dort scheint es diese Probleme gar nicht zu geben. Mittlerweile ist sogar eine externe Agentur mit dem Programm betraut. Es braucht wirklich nicht viel Verstand um sich eine Meinung bilden zu können. Hier wird scheinbar ein ganz spezielles Problem zwischen Agentur und Betreiber auf dem Rücken der Affiliates ausgetragen…   

Der Gewissenskonflikt – Netzwerke sollten niemals auch Agentur sein

Wenn nun ein Netzwerk seine Macht des Geldverwaltens dazu nutzt, Gelder, die im Programmkonto für Affiliates bereitstehen, zurückzuhalten, um damit eventuelle Forderungen aus seiner Tätigkeit als Agentur zu begleichen, dann wäre das - meiner bescheidenen Meinung nach – schon weit mehr als nur ein Interessenskonflikt. Es könnte ja durchaus sein, dass die Leistungen als Agentur berechtigt zu bemängeln sind und deshalb Forderungen für die Agenturleistung erst einmal bestritten werden. Die Treuhänderische Funktion des Netzwerkes, verdiente Provisionen an die Affiliates auszuzahlen ist davon abgekoppelt. Würde sich aber das Netzwerk aus dem Topf der Affiliates Gelder sichern, um eventuell unberechtigte Agenturforderungen damit zu begleichen und würde man davon ausgehen, dass in dem Topf genau so viel Geld ist, wie den Affiliates zusteht, dann schiebt das Netzwerk ein Loch in Höhe der eventuell strittigen Agenturforderung im Topf der Affiliates vor sich her. 

Auf Deutsch gesagt: Wir Affiliates zahlen die Zeche! Das Netzwerk kann sich seine eventuell unberechtigen Ansprüche als Agentur direkt aus unserem Einkommen sichern. Unsere Ansprüche, die in der Funktion als Treuhänder vom Netzwerk zu schützen sind, stehen dem nach. Für eine Pausierung des Programms hat man nicht genug Arsch in der Hose, aus Angst die Affiliates könnten stinkig sein (Hallo??? Ich BIN stinkig!!!). Die Affiliates über Auszahlungsschwierigkeiten erst auf Nachfrage zu informieren unterstreicht das “Geschmäckle” zusätzlich.

Prioritätsprinzip verstanden – Jetzt werden Prioritäten gesetzt 

Jetzt habe ich endlich das Prioritätsprinzip verstanden! Jeder ist sich halt selbst der Nächste. Wenn das so ist, liebes Netzwerk, wirst Du mir ja sicher nicht böse sein, wenn ich das Programm jetzt im anderen Netzwerk weiter laufen lasse. Jeder hat halt seine Prioritäten. Ihr habt Eure, ich habe meine.

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