Die nachträgliche Zielvereinbarung – Oder: Spinnt ihr jetzt total?

Die Zielvereinbarung: 
Es wird ein Zeitraum vereinbart, in dem X Prozent Steigerung oder eine Mindestmenge an Sales im bestimmten Zeitraum erreicht wird. Werden die Ziele erreicht, dann gibt es X Euro mehr in die Kasse des Afiliate. Alles sind glücklich und klopfen sich auf die Schulter, für den gemeinsamen Erfolg.

Die Theorie zur Zielvereinbarung:
Normalerweise trifft man eine Zielvereinbarung für einen Zeitraum in der Zukunft, damit derjenige, der die Ziele erreichen soll, diese auch erreichen bzw. entsprechende Aktivitäten entfalten kann. Manchmal darf dieser Zeitraum auch am Tag nach Unterzeichnung der Vereinbarung beginnen. Wenn es mal brennt darf der vereinbarte Zeitraum auch gerne schon angefangen haben. Es sollte allerdings immer noch etwas Luft für die Zukunft über sein, damit Ziele auch erreichbar bleiben. Ach ja, die vorgegebenen Zahlen sollten sich natürlich auch in einem erreichbaren Rahmen bewegen, sonst macht das ja irgendwie nicht so richtig Sinn…

Die Praxis – Oder: Wie wir es aus einer bestimmten Richtung schon gewöhnt sind:
Heute (Mittwoch, der 30.06.2010) öffne ich einen unscheinbaren Umschlag mit bekanntem Absender und denk mir noch, dass es schon einen besonderen Grund geben muss, wenn ich so einen großen Umschlag aus der Hauptstadt bekomme. Aufmachen, rein gucken und staunen! Eine Zielvereinbarung, aha! Was soll ich ich denn im dritten Quartal so alles steigern und wie viel bekomme ich, war der nächste Gedanke. Mal abgesehen davon, dass ich mich wunderte, warum ausgerechnet aus der Hauptstadt eine Zielvereinbarung für die Zukunft kommt, wo doch das Programm ab 01.07. von ganz anderer Stelle gesteuert werden soll…

Wer lesen kann, ist auch hier wieder klar im Vorteil. Denn die Zielvereinbarung für Q3 entpuppte sich nämlich als nachträgliche Zielvereinbarung für Q2.  Aber nicht nur das. Beim genauen Lesen stolperte ich dann darüber, dass das Anschreiben zur Zielvereinbarung vom 25.06. ist und die Zielvereinbarung selbst schon am 05.05. unterschrieben wurde. Das sind ja nur knapp sieben Wochen, die die Zielvereinbarung von der Unterschrift bis zum Postausgang benötigte. Mal abgesehen davon, dass auch am 05.05. das zweite Quartal schon ein Drittel seiner Lebenszeit hinter sich hatte. Am 25.06 braucht man sowas nun wirklich nicht mehr los zu schicken…

Meine – heute mal gut gelaunten - Antwort(en) nach Berlin:

  • You make my day! Gelesen, gelacht, noch mehr gelacht – Thx :-)
  • Ihr seid laaaaaaaaaaaahmarschig! Oder vielleicht überfordert? Urlaub ist doch jetzt erst. Wie soll das denn enden?
  • Nachträgliche Zielvereinbarungen könnt Ihr Euch in die Haare schmieren. Wir sind zwar verblödet, aber noch nicht ganz doof ;)
  • Auch wenn Ihr Euer Tagesgeschäft vielleicht könnt – Als Agentur kann man Euch leider nicht ernst nehmen.
  • In Zukunft wird alles besser! (zumindest für uns)
  • Los! Stop! Schade! Selber schuld, Ihr hattet eine faire Chance… *ätsch*

Ein kleiner Tipp noch am Rande: Vergesst nie das Programmbetreiber und Publisher Eure einzige Daseinsberechtigung sind und nur wenn Ihr ein guter Dienstleister für beide(!) Seiten seid, werdet Ihr auch in 10 Jahren noch einer der großen Player sein. Es ist kein Wunder, wenn die kleineren immer beliebter werden. Die müssen sich nämlich noch mit Leistung behaupten und tun das auch.

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