Manchmal macht Reden alles nur schlimmer

Warum funktionieren übersichtliche eindeutige völlig profane  Piktogramme bei der Übermittlung vom “Sinn” einer Aussage eigentlich besser als Worte?
Warum lernen Menschen mit fortschreitendem Bildungsgrad und Alter oft immer schlechter?
Warum pinkeln Rüden und Männer lieber in alle Ecken und duellieren sich verbal, anstatt sich mit sinvollen Taten zu behaupten?
Warum spielen Männer Baseball mit Stöcken und tragen Frauen i.d.R. längere Haare?

Ihr werdet mich wahrscheinlich für verwirrt halten und mich fragen, ob es nicht wichtigere Dinge im Leben gibt. Z.B. warum die Stornoquote bei XY verdächtig hoch und die Conversion bei YZ um die Hälfte gesunken ist. Wer aber Hundehalter und/oder Chef von mehr als fünf (überwiegend männlichen) Mitarbeitern ist und/oder in einer Beziehung lebt, wird vielleicht verstehen, warum mich diese Fragen so beschäftigen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Erzeugen Worte zu viele Bilder?

Im Gegensatz zu den alten Neandertalern haben wir eine hoch entwickelte Sprachkultur mit einem Umfangreichen Wortschatz. Trotz dem habe ich das Gefühl, dass unsere Sprache gar nicht so hoch entwickelt ist bzw. der Neandertaler (und weniger sprachbegabte) uns in der Kommunikation eventuell überlegen war/ist. Je ausgereifter entwickelter umfangreicher der Sprachschatz einer Gesellschaft und je größer das Terretorium dieser “gleich redenden”  ist, umso schwerer scheint die Verständigung der Individuen untereinander zu sein. Oder wie ist es zu verstehen, dass wir uns, je mehr wir uns den Mund fusselig reden, immer schlechter verstehen? Wir meinen ja oft wir würden über das selbe reden und ein gemeinsamer Sprachschatz hilft uns die gleichen Bilder daraus bauen zu können. Pustekuchen! Wir reden immer öfter aneinander vorbei und wenn 10 Leute sich mit den gleichen Worten unterhalten oder sich schreiben (stichwort Memos, Protokolle, E-Mails etc.) dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es bis zu 10 unterschiedliche Bilder zu der gleichen – wörtlichen - Aussage in den Köpfen der beteiligten geben wird. Das Ergebnis: Alle gehen mit dem Bewusstsein auseinander das selbe Ziel zu verfolgen und dann machen alle etwas anderes. Meine Lernkurve: Messanger, E-Mails, Chats und Diskussionsrunden und zu viele Meetings führen oft in die Irre.  Labert /schreibt  nicht so viel und malt mehr einfache Bilder. Ist zielgerichteter und soll sogar entspannen :) Lession learned! 

Ich weiß das ich nichts weiß – Intelligenz macht noch lange nicht klug

In unserer Gesellschaft wird Intelligenz oft als Garant für Bildungsfähigkeit, Überlebensfähigkeit, Weißheit, Klugheit und positives Ansehen sugeriert. Das Theorie und Praxis auch bei der Umsetzung von Intelligenz zweierlei ist, das lehrt uns mich das Leben täglich aufs neue. Ein guter Schulabschluss oder ein Studium steigert m.E. nämlich nicht zwangsläufig die Überlebensfähigkeit und Nutzbarkeit des Angeeigneten einer intelligenten Person. Im Gegenteil, oftmals kann ich mich dem Eindruck nicht verwehren, dass Studierte, vermeintlich höher gebildete Menschen ganz und gar nicht ”im Leben stehen”. Sie halten leider sich oft für etwas besseres, wissen alles besser und wollen besser entlohnt werden als andere, ohne wirklich mehr “praktische” Leistung zu zeigen. Profane Arbeiten sind oft eine “Unterforderung” und einfache Dinge wollen einfach nicht in den Schädel. Das führt dann in der Praxis zur Überforderung und damit einhergehend eigentlich auch zu einer “Überzahlung”. Es stimmt zwar, das vermeintlich die klügsten im Lande das meiste Geld verdienen, die angenehmsten, verantwortungsvollsten Jobs bekommen und damit “priviligierter” erscheinen. Schlagt mich, aber ich werde das Gefühl nicht los das manche nur mehr Geld, ein Büro für sich alleine, einen Dienstwagen und eine eigene Kantine bekommen, damit sie den eigentlichen Leistungserbringern mit ihrer intelligenz nicht im Weg stehen… Ist was dran an: “Während der Kluge noch nachdenkt, erobert der Dumme die Burg”

Ich bin schon schlau, bring mir doch bitte nichts bei!

Hunde und Menschen haben etwas gemeinsam. Die höchste Lernkurve besitzen beide in der Prägungsphase. Welpen kommen in die Hundeschule und Menschen durchleben Kindergarten, Vorschule, Grundschule und weiterführende Bildungseinrichtungen. Beim Hund ist die Schule relativ kurz und bei guter Führung ist so ein Hund nicht nur umgänglich, stubenrein und teamfähig, sondern wendet gelerntes auch instinktiv an und bleibt ein Leben lang Wissbegierig und Lernfähig. Herrchen wird immer als Wissenbringer, Futterlieferant und Garant für neue Eindrücke und Erfahrungen angesehen. Wenn Herrchen die Aufgabe gewissenhaft ausfüllt, entwickelt sich das “Rudel” stehts weiter und wird reifer. Beim Menschen scheint mir das nicht immer so einfach. Einige scheinen ein so hohen Wissenstand zu haben, dass sie a) nichts mehr lernen wollen/brauchen, b) Unterstützung als Angriff auf die Intelligenz betrachen und oftmals daraus resultierend c) andere als dümmer darstellen. Das alles nur um die eigene, zunehmend eingeschränkte Lernfähigkeit zu kaschieren und damit zu demonstrieren: Wissen ist Macht, Wissen macht aber nicht zwangsläufig schlauer!

Weiter im nächsten Teil…

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